Der Verein

Wovon wir in unserer Arbeit ausgehen:

  • Menschliches Leben ist bis zuletzt (bis zum Tod) wertvoll und mit Würde zu behandeln.
  • Menschen sterben individuell. Daher gibt es oft kein „richtig” oder „falsch” in der Sterbebegleitung. Wichtig ist es, achtsam mit den individuellen Bedürfnissen der Sterbenden (und ihrer Angehörigen) umzugehen.
  • In der Sterbebegleitung sind Verlässlichkeit und Kontinuität notwendig (d.h. zugleich bewusster Umgang mit Nähe und Distanz / Beziehungsaufbau und –„abbau”).
  • Diskretion und Vertraulichkeit sind Vorraussetzung.
  • In der Sterbebegleitung wollen wir Eigenarten, Grenzen, das je spezifische Beziehungsgefüge und die Emotionen des Sterbenden respektieren und u.U. zugleich behutsam neue Sichtweisen anbieten.

Wir finanzieren uns ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Das ermöglicht uns Unabhängigkeit und die Freiheit, uns ohne Einflussnahme von außen ausschließlich an unseren Maßstäben und Werten zu orientieren und uns nur auf unsere Aufgabe, die Sterbebegleitung, zu konzentrieren.

Was wir nicht tun können und wollen

  • Medizinische und pflegerische Betreuung von Menschen übernehmen.
  • Entscheidungen für andere treffen.
  • Über unsere eigenen Grenzen gehen.
  • Dem Sterbenden die Familie ersetzen.

Vorstand

Manfred SchoofsManfred Schoofs, Vorsitzender
geb. 1961, Sozialarbeiter, Leiter des Altenzentrums Tersteegen-Haus

„Sterbende Menschen erhalten oft eine gute pflegerische und medizinische Versorgung; allerdings fehlt – das beobachte ich auch in den Altenpflegeheimen - zunehmend die Zeit, Ihnen und ihren Angehörigen auch seelischen Beistand zu geben. Die sollte in unserer zivilen Gesellschaft aber selbstverständlich sein. Deshalb ist es mir ein Anliegen, mich im "Hospizverein Iserlohn" zu engagieren.”


Michael PetereitMichael Petereit, stellvertretender Vorsitzender
geb. 1953, Rechtsanwalt und Notar

„Im Rahmen von Erbrechtsmandaten, aber auch bei der Beratung zu Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen beschränken sich die Gespräche mit meinen Mandanten häufig nicht auf die Kernprobleme. Immer wieder wird von dem Wunsch berichtet, nicht nur persönliche und finanzielle Dinge zu regeln, sondern Sorge für ein selbstbestimmtes Lebensende in Würde zu tragen. Die Gespräche sind von dem Wunsch geprägt, im Kreise der Familie und zu Hause zu sterben.

Der Einsatz für den Aufbau und den Betrieb eines qualifizierten ambulanten Versorgungssystems, welches eine Sterbebegleitung im häuslichen Umfeld ermöglicht, ist vor diesem Hintergrund mein und unser Anliegen.”


Wolfgang JürgensWolfgang Jürgens, Schatzmeister
geb. 1953

Die Themen Sterben und Tod werden im Regelfall von den Menschen tabuisiert.

Als Steuerberater merke ich es ständig, wenn ich meine Mandanten auf das doch nötige Testament anspreche. Bereits hier zeigen die Menschen eine seltsame Zurückhaltung. Vermutlich deshalb, weil das Thema Testament mit dem Tod zu tun hat.

In solchen Gesprächen erfahre ich dann, das Sterben im Krankenhaus oder in einem Pflegheim möchten die meisten Leute nicht erleben. Sie möchten in ihrer vertrauten Umgebung sterben, im Kreis ihrer Angehörigen.

Durch einen mich persönlich getroffenen Schicksalsschlag habe ich gemerkt, der Tod gehört mit zum Leben, er ist unser Lebensende und triff uns alle und jeder wünscht sich dann eine Unterstützung, die es oft nicht gibt.

Aus diesem Grunde engagiere ich mich in dem Iserlohner Hospizverein . Er bietet den Menschen, was sie in den letzten Monaten ihrer Lebens brauchen: Menschliche Wärme und Zuneigung!


Udo BergerUdo Berger, Schriftführer
geb. 1957, Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr Iserlohn

„Aus persönlicher Erfahrung und bei meiner Tätigkeit im Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Iserlohn, habe ich immer wieder erlebt, das Sterbende und Angehörige in der letzten Phase des Lebens, dem Sterben, überfordert und voller Angst waren und so nicht liebevoll Abschied nehmen konnten. Mit meiner Mitgliedschaft im "Hospizverein Iserlohn" möchte ich Menschen unterstützen diesen letzten Lebensschritt würdevoll in ihrer gewohnten Umgebung zu beschreiten um so friedvoll Abschied zu nehmen.”


Dörte KnochDörte Knoch, Beisitzerin
geb. 1943, Trauerbegleiterin, Presbyterin in der Versöhnungs-Kirchengemeinde Iserlohn, Seelsorgerin

„Mein Wunsch ist es, Menschen in Not- und Krisensituationen zu begleiten. Aus der Begleitung Trauernder entwickelte sich bei mir die Vorstellung eines Engagements im "Hospizverein Iserlohn" um Menschen in den letzten Zeiten ihres Lebens beizustehen und im Kontakt mit den Angehörigen den Kreis zur Trauerbegleitung zu schließen.”

Satzung

Gründungsprotokoll