Der Verein

Wovon wir in unserer Arbeit ausgehen:

  • Menschliches Leben ist bis zuletzt (bis zum Tod) wertvoll und mit Würde zu behandeln.
  • Menschen sterben individuell. Daher gibt es oft kein „richtig” oder „falsch” in der Sterbebegleitung. Wichtig ist es, achtsam mit den individuellen Bedürfnissen der Sterbenden (und ihrer Angehörigen) umzugehen.
  • In der Sterbebegleitung sind Verlässlichkeit und Kontinuität notwendig (d.h. zugleich bewusster Umgang mit Nähe und Distanz / Beziehungsaufbau und –„abbau”).
  • Diskretion und Vertraulichkeit sind Vorraussetzung.
  • In der Sterbebegleitung wollen wir Eigenarten, Grenzen, das je spezifische Beziehungsgefüge und die Emotionen des Sterbenden respektieren und u.U. zugleich behutsam neue Sichtweisen anbieten.

Wir finanzieren uns ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Das ermöglicht uns Unabhängigkeit und die Freiheit, uns ohne Einflussnahme von außen ausschließlich an unseren Maßstäben und Werten zu orientieren und uns nur auf unsere Aufgabe, die Sterbebegleitung, zu konzentrieren.

Was wir nicht tun können und wollen

  • Medizinische und pflegerische Betreuung von Menschen übernehmen.
  • Entscheidungen für andere treffen.
  • Über unsere eigenen Grenzen gehen.
  • Dem Sterbenden die Familie ersetzen.

Koordinatorin

Britta DilcherBritta Dilcher
geb.1964, Dipl. Sozialarbeiterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Tel: 01520 7562860

„Aus meiner langjährigen Berufstätigkeit im Gesundheitswesen weiß ich, dass bei schwerer Erkrankung und nahendem Tod Beziehung und Zuwendung wirkliche Quellen des Trostes und der Geborgenheit sind. In den heutigen Rahmenbedingungen unseres Gesundheitssystems ist hierfür zunehmend weniger Raum. Familien und Freunde sind auf sich gestellt und vermissen oftmals eine angemessene Unterstützung in dieser schwierigen Situation.

Dem als Gesellschaft entgegenzuwirken, und klar zu formulieren, dass man dem Menschen als Menschen begegnen möchte, halte ich für einen großartigen Verdienst der Hospizbewegung. Schön, dass wir in Iserlohn daran teilhaben.”


Vorstand

Manfred SchoofsManfred Schoofs, Vorsitzender
geb. 1961, Sozialarbeiter, Leiter des Altenzentrums Tersteegen-Haus

„Sterbende Menschen erhalten oft eine gute pflegerische und medizinische Versorgung; allerdings fehlt – das beobachte ich auch in den Altenpflegeheimen - zunehmend die Zeit, Ihnen und ihren Angehörigen auch seelischen Beistand zu geben. Die sollte in unserer zivilen Gesellschaft aber selbstverständlich sein. Deshalb ist es mir ein Anliegen, mich im "Hospizverein Iserlohn" zu engagieren.”


Sandra KamutzkiSandra Kamutzki, stellvertretende Vorsitzende
Krankenhausseelsorgerin

„Hingehen, wo andere weggehen, die Hand reichen, wo andere sich abwenden, das ist eine zutiefst christliche Grundhaltung.

Von Anfang an haben Christinnen und Christen Sterbende begleitet, ihnen ihren Platz in der Gemeinschaft gelassen und so ein Ansehen verliehen, das für die damalige Zeit außergewöhnlich war.

Heute leben wir in einer Gesellschaft, die verlernt hat mit Abschieden, Verlusten und der Endlichkeit umzugehen und in der allzu oft nur die Menschen zählen, die produktiv sind und sich aktiv in die Gemeinschaft einbringen können.

Als Pfarrerin ist es mir wichtig, da einen Kontrapunkt zu setzen und besonders für die Rechte der Menschen einzutreten, die überhört und übersehen werden, weil sie nicht mehr laut genug rufen können. Auch Sterbende sind lebendige Menschen mit Wünschen und Hoffnungen, Sorgen und Ängsten, und sie bleiben Gottes Ebenbild mit einer unverlierbaren Würde.

Durch mein Engagement im Hospizverein Iserlohn möchte ich dazu beitragen, dass jeder Mensch unabhängig von Nationalität, Geschlecht und Religion bis zu seinem Tod am Leben teilhaben kann - möglichst ohne Schmerzen - und dass es Menschen gibt, die ihm im Sterben nahe sind, wenn er es wünscht, Menschen, die mit ihm lachen und weinen, reden und schweigen, Wut und Ärger aushalten und ihm den Zugang zu seinen spirituellen Kraftquellen ermöglichen.”


Wolfgang JürgensWolfgang Jürgens, Schatzmeister
geb. 1953

Die Themen Sterben und Tod werden im Regelfall von den Menschen tabuisiert.

Als Steuerberater merke ich es ständig, wenn ich meine Mandanten auf das doch nötige Testament anspreche. Bereits hier zeigen die Menschen eine seltsame Zurückhaltung. Vermutlich deshalb, weil das Thema Testament mit dem Tod zu tun hat.

In solchen Gesprächen erfahre ich dann, das Sterben im Krankenhaus oder in einem Pflegheim möchten die meisten Leute nicht erleben. Sie möchten in ihrer vertrauten Umgebung sterben, im Kreis ihrer Angehörigen.

Durch einen mich persönlich getroffenen Schicksalsschlag habe ich gemerkt, der Tod gehört mit zum Leben, er ist unser Lebensende und triff uns alle und jeder wünscht sich dann eine Unterstützung, die es oft nicht gibt.

Aus diesem Grunde engagiere ich mich in dem Iserlohner Hospizverein . Er bietet den Menschen, was sie in den letzten Monaten ihrer Lebens brauchen: Menschliche Wärme und Zuneigung!


Udo BergerUdo Berger, Schriftführer
geb. 1957, Feuerwehrmann bei der Berufsfeuerwehr Iserlohn

„Aus persönlicher Erfahrung und bei meiner Tätigkeit im Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Iserlohn, habe ich immer wieder erlebt, das Sterbende und Angehörige in der letzten Phase des Lebens, dem Sterben, überfordert und voller Angst waren und so nicht liebevoll Abschied nehmen konnten. Mit meiner Mitgliedschaft im "Hospizverein Iserlohn" möchte ich Menschen unterstützen diesen letzten Lebensschritt würdevoll in ihrer gewohnten Umgebung zu beschreiten um so friedvoll Abschied zu nehmen.”


Annette WilschreiAnnette Wilschrei, Beisitzerin
geb. 1944, ehrenamtliche Sterbebegleiterin im Hospizverein Iserlohn e. V.

„Durch persönliche Erfahrung habe ich festgestellt, wie wichtig es ist, den Tod eines geliebten Menschen zu akzeptieren und zu erkennen, wann es Zeit ist, ihn „gehen zu lassen“. Mit diesen Erfahrungen und den wertvollen Erkenntnissen aus der Schulung zur Sterbebegleiterin möchte ich Sterbende und deren Angehörige im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen.”

Reinhold BöhmerReinhold Böhmer, Beisitzer

„Seit Beginn des Christentums ist es die hervorragende Aufgabe der Kirche(n), sich um die Kranken und Sterbenden zu kümmern, ihnen zur Seite zu stehen und sie und ihre Angehörigen zu trösten und zu stärken.
Als Mitglied des Kirchenvorstandes und ehemaliger Pfarrgemeinderatsvorsitzender der St. Aloysius-Gemeinde halte ich dies - auch gerade in unserer heutigen Zeit, in der Sterben und Tod immer mehr an den Rand gedrängt werden - für eine vorrangige Aufgabe. Deshalb engagiere ich mich im Hospizverein Iserlohn. ”

Satzung

Gründungsprotokoll